Tagebuch
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Deutschlandwetter
Ich versuche gerade, eine Geschichte für die Schreibwerkstatt zu schreiben, aber mein Gehirn ist sehr langsam und nicht in der richtigen Verfassung. Ich zwinge mich aber trotzdem dazu, denn ich hab mir das heute vorgenommen 👿
Für ein großes Uni-Projekt haben eine Freundin und ich überlegt, einen Roman zu schreiben und das klingt so viel schöner als eine wissenschaftliche Arbeit aber ahhhh 😡 warum ist literarisches Schreiben manchmal (oft) so furchtbar (ich liebe es) anstrengend. Wenn ich keine Geschichten schreiben kann fühle ich mich gar nicht wie ich selbst, das macht mich aus, das ist das einzige was ich kann aber manchmal (oft) kann ich es einfach nicht (ich gebe zu schnell auf). Können andere Schreibende das verstehen? (Ich schätze ja, das gehört wohl dazu). Ich werde es beim nächsten Stammtisch nach der Schreibwerkstatt mal ansprechen. Jedenfalls weiß ich nicht, ob wir es jetzt wirklich wagen sollen, in drei Monaten einen Roman zu schreiben, was wenn wir scheitern? Aber ich habe unfassbar Lust drauf und alles andere schmiert neben dieser Idee stark ab.
Mein Plan für heute ist so viel aus dem Bett arbeiten, bis ich die Schnauze voll hab und ins eklige Dreckswetter rausgehe, in den neu umgebauten Aldi (viel schlechter als vorher, aber gewöhnt man sich wahrscheinlich dran), was zu essen für die WG, Wein o. ä., nicht noch mehr Weihnachtssüßigkeiten kaufen, wieder zurück ins Zimmer aber vielleicht an den Schreibtisch, und virtuell oder in Echt eine Freundin treffen, Wein trinken, Tag abschließen. Perfekter freier Tag im schlimmsten Deutschlandwetter, wenn ihr mich fragt.
Ich versuche mich jetzt mal am Unizeugs, vielleicht hab ich danach ja mehr Muße für meine Geschichte…
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unterwegs
ich hab versucht, eine geschichte zu schreiben und schrieb einen blogpost. den lade ich wahrscheinlich die tage hier hoch, aber vielleicht unter prosa.
ansonsten war meine woche voll mit kneipengesprächen, krisen und familienzeit. ich hab mich so viel ausgeruht, dass ich damit jetzt gar nicht aufhören will und die nächste woche wird stressig. ich bin gegen 20 uhr ins bett gegangen und jetzt ist 22:22 uhr. ich habe koyaanisqatsi für ein uni seminar geguckt, aber wenn ihr den film kennt, könnt ihr verstehen, wieso ich teilweise durchgeskippt habe, um die grundlage des films zu begreifen, ohne 90 minuten meines lebens zu verlieren. die natur holt sich ihren lebensraum zurück, vom mensch keine spur mehr, das alles aber rückwärts und in zeitlupe. bei meinen eltern in meinem alten kleiderschrank (jetzt der kleiderschrank meiner schwester) lag meine allererste puppe, die meine mama selbst genäht hat. sie heißt yvonne und sieht echt noch top aus dafür dass sie ende 20 ist. ihre frisur gleicht meiner vor zwei jahren, als ich mir die haare und kopfhaut totgebleicht habe. die puppe wohnt jetzt mit mir, weil sie mir leid tat, wie sie so im dunklen schrank lag zwischen strumpfhosen und kuschelsocken.

grundsätzlich ist alles cool, nur zeitweise ist es schwierig dinge auszuhalten. und ich glaube, das ist ein normalzustand.
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Kurzes Lebensupdate (kind of)
In der Unibibliothek herrscht Wochenendstimmung (es ist Donnerstagnachmittag) und ich versuche, mich nicht anstecken zu lassen. Funktioniert überhaupt nicht, auch ich bin bereit für die wohlverdiente Pause. Momentan lebe ich in der Bib und das in einer Intensität, die ich in zehn Jahren Studieren zum ersten Mal erreicht habe. Aber okay, als ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe, hatten alle Bibliotheken geschlossen und ich musste auf der Terrasse meines nach Ibiza geflüchteten Vermieters arbeiten. Heute und morgen habe ich Schönes vor, weshalb ich nicht so richtig reinkomme in meine Hausarbeit über Physiognomie, frühe Filmtheorie und Hysterieforschung. Ich muss mich gleich Zuhause konzentriert auf morgen vorbereiten, da bin ich nämlich Brautjungfer bei der Hochzeit einer guten Freundin; was muss ich einpacken (alles), woran denken (Uber-App runterladen) und was steht sonst noch an (Brief an die Braut ausdrucken). Heute Abend gehe ich mit meinem Papa ins Theater, wir schauen Arbeit und Struktur im Schauspielhaus Düsseldorf. Ich bin super hyped und ein wenig hab ich auch Angst davor, dass das Stück zu sehr meine Hypochondrie anschmeißt, es geht ja um einen Hirntumor. Ich denke eh seit zwei Tagen, dass ich Brustkrebs habe, aber das denke ich oft. Die Vorfreude auf die Hochzeit übertönt die hypochondrischen Gedanken hoffentlich. Übrigens war Hypochondrie ursprünglich die Bezeichnung für männliche Hysterie! Lustig, dass es für eine sexistische Krankheit wie Hysterie eine eigene Abspaltung mit anderen Symptomen für Männer gab, aber ADHS und Autismus bei Frauen oft fehldiagnostiziert wird, weil Mädchen/Frauen andere Symptome zeigen als die Norm, also Jungen und Männer 🙂 Und mit lustig meine ich furchtbar.
Freitag also Hochzeit 😎 und Samstag dann katern. Sonntag gehe ich ins Programmkino und vielleiiiiicht schaffe ich noch was für meine Hausarbeit, bevor meine vorletzte Bearbeitungswoche anbricht. Die bricht eigentlich Samstag schon an, aber 🙄 Wünscht mir GLÜCK.
Dieser Blogpost ist in etwa so durcheinander wie mein Kopf zur Zeit und ich möchte gar nicht weitere Gedanken rumspinnen, also beende ich das hier und jetzt. Sorry, kurzes Lebensupdate.
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Wohnzimmer-Bib
Ich sitze im zu einer Bibliothek umgebauten Wohnzimmer und versuche, an meiner Hausarbeit über Hysterie weiterzuschreiben. Gelingt mir nicht. Die Frage, ob mir meine akademische oder meine literarische Zukunft wichtiger ist, bedrängt mich.
Ich dachte immer, wenn ich mich dieser einen großen Sache in meinem Leben stelle und daraufhin den zerreißendsten Liebeskummer habe, den ein Mensch überleben kann, könnte ich plötzlich grandios schreiben. Irgendwas muss ja gut laufen im Leben und wenn’s nicht die Liebe ist, dann wird es die Karriere. Doch bisher hab ich mir nur eine Erschöpfungs-Erkältung eingefangen, weil ich so wenig wie möglich Zuhause bin, um dem Schmerz so viele Stunden am Tag zu entkommen, wie es nur geht.
Jetzt soll ich bis Freitag einen Text abgeben, um an einer Schreibwerkstatt teilnehmen zu können, aber mir fällt nichts ein und wenn ich ansetze zu schreiben, kommt nur Scheiße raus. Dann versuche ich herauszufinden, ob meine Schreibkraft wenigstens für die Hausarbeit reicht, aber auch dort versage ich komplett. Stattdessen habe ich eine To Do Liste geschrieben und nichts davon kann ich heute erledigen, denn heute ist Feiertag.
Im Kühlschrank wartet eine Flasche Federweißer auf ihre Erlösung und ich lasse ein wenig Zeit verstreichen, bevor ich meine Body-Doubling Bibfreundin frage, ob wir sie trinken wollen.
Außer Liebeskummer, Hausarbeitsstress (der mich wahnsinnig macht!) und Angst vor der nahen und fernen Zukunft gibt’s nichts zu erzählen. Daher gibt’s wohl auch keinen Text, den ich einreichen kann.
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Sommer?!
Mein letzter Beitrag kommt mir nie so lang her vor, wie er dann ist. Sitze auf der Couch, gucke Korea – Deutschland (Frauen-WM) und checke Mails, die ich dann aber doch nicht beantworten kann. Ich schreib schon wieder eine Hausarbeit, das wird jetzt Dauerzustand bis ich meinen Master habe, ich wünschte studieren ginge auch ohne Prüfungen 🙁 Dieser Sommer war bisher ein absoluter Witz, aber wem erzähle ich das, alle Lesenden waren vermutlich auch die meiste Zeit in gut alt Deutschland…
Ich fahre in zwei Tagen in den Urlaub nach Thüringen… Dort gibt’s auch Regen und Wind satt, freue mich trotzdem auf Geschwister, Hunde, Wandern, Eltern (Reihenfolge wahllos, ich weiß, dass meine Eltern das mitlesen, hallo Mama 😆 ). Eine Freundin aus dem Studium hat angeboten, mit mir das Katzenzimmer aufzuräumen, also sieht das vielleicht bald nicht mehr so furchtbar aus! Was ich ansonsten noch erzählen kann ist, dass ich seit 2 Monaten keinen Stadtbüchereiausweis mehr hab und es nervt mega, ich habe Anspruch auf einen Ausweis umsonst, weshalb ich den noch nicht verlängert habe, aber dafür muss ich einen Antrag mit Anhängen ausfüllen und das zieht sich, da ich es immer wieder nach hinten schiebe… Vielleicht hole ich mir also gleich, wenn die Stadtteilbücherei neben unserer Wohnung aufmacht, einfach einen neuen Ausweis, um mir Urlaubslektüre auszuleihen. Vielleicht sollte ich aber auch nur die drei Bücher, die ich für die Hausarbeit lesen muss, mit in den Urlaub nehmen, um mich zur Produktivität zu zwingen.
Das Lied da oben ist mein Favorit seit einigen Tagen (oder Wochen), manchmal höre ich es einfach eine Weile im Loop. Im Anhang meine Nägel, die ich mir gestern habe machen lassen (das erste Mal Nagelstudio muss dokumentiert werden). Ansonsten alles chillig soweit, außer dass halt die Welt brennt, aber what’s new.

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Meetings ohne mich
Habe letztens ein paar alte Geschichten wieder entdeckt, diese hier und diese hier zum Beispiel.
Derzeit sitze ich sehr oft in Online Meetings (fest) und merke, dass meine Konzentration höchstens 90 Minuten anhält, alles danach ist nur eine zusätzliche Wolke an Informationen, die nicht in mein Gedächtnis durchwabern kann. Denn seit 45 Minuten denke ich vermehrt an Aperol Spritz und verstehe nicht mehr genau, was auf dem Bildschirm vor mir eigentlich abgeht. Alles wichtige habe ich mir notiert, aber mein Magen knurrt, meine Augen sind schwer und hinter meiner Stirn drückt es ähnlich wie in meiner Blase. Ich hatte vor dem Meeting schon 3 Stunden Seminare, habe mich also doppelt so lange konzentriert wie mir eigentlich möglich ist. Und das auf 3 Broten Nahrung, für mehr war weder Zeit noch Gelegenheit.
Nachdem ich im Meeting meine Nägel lackiert und die Übungen, die meine Physiotherapeutin mir gezeigt hat, gemacht habe, fing ich an, Mails zu beantworten und mir einen Plan für den morgigen Tag zu machen. Uni fällt aus, ich habe „nur“ eine recht gefüllt To Do Liste und eine dreckige Wohnung vor mir.
Hoffentlich fühlt sich jetzt niemand, der oder die wirklich arbeitet, vor den Kopf gestoßen, da ich von meinem privilegierten Roß aus über lächerliche Meetings meckere. Ihr seid spitze, ihr leistet so richtig was, ich schaue zu euch auf. Trotzdem mag ich meckern, und für viel mehr als das habe ich leider auch keine Gedanken übrig gerade.
Peace out ihr Mäuzze 😈
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katzenzimmer
hey und hallo aus meiner beendeten quarantäne (ich weiß aber nicht, wo ich hin soll außer einkaufen, deshalb habe ich seit 9 tagen niemanden außer meiner mitbewohner gesehen).
dass die sonne scheint nehme ich mittlerweile als gegeben hin, aber wenn sie wieder weg ist wird mich das zutiefst treffen und meine gehirnchemie wieder durcheinanderwüfeln. wie schön, dass wir keinen einfluss auf sie haben! mommy sonne bitte bestrahle mich noch ein wenig für die kleinen stromschläge im kopf die mir freude bereiten!
mein gehirn. funktioniert immer noch nicht gut, ich kann mich nicht wirklich konzentrieren und vergesse ständig wörter. deshalb traue ich mich auch noch nicht, mich wieder an die vorbereitung für meine hausarbeit zu setzen und mache stattdessen alles andere, das irgendwie ansteht. ich habe sogar überlegt, unseren raum der schande, das „katzenzimmer“, manchmal auch „wäschezimmer“ genannt, aufzuräumen. es ist das kleinste zimmer der wohnung, auf dem grundrissplan war es als kinderzimmer eingezeichnet, aber wir haben keine kinder nur katzen, deshalb wollten wir daraus ein katzenzimmer machen. hat so semi geklappt; die katzen halten sich hauptsächlich darin auf weil man a) auf die belebte straße schauen kann, b) ein kissen auf dem regal liegengelassen wurde, das nun als bett dient und c) so viel zeug rumsteht, dass man sich dort prima verstecken kann (vorausgesetzt man ist so klein wie eine katze). dort steht ein sofa, auf dem gewaschene, aber nicht sortierte klamotten liegen, alles ist voller katzenhaare, da dort niemand jemals sauber macht, ein expedit regal erinnert an den versuch, den inhalt des raumes zu ordnen, auf einem dreckigen teppich steht immer ein voll behangener wäscheständer und in den vier ecken des raumes liegt ZEUG. zeitungen (kann man als geschenkpapier wiederverwenden), dreckige kuscheldecken (müsste man nur mal waschen, dann wären sie perfekt für die couch), leere leinwände und malerutensilien (vielleicht wird eine:r von uns ja noch künstler:in), sogar eine staffelei liegt dort. achja und nicht zu übersehen: eine ansammlung von glasflaschen und gläsern, die man nur zum altglascontainer bringen müsste. hab ich zuletzt an silvester gemacht, es hat sich schon wieder so viel angesammelt, dass es unmöglich ist, das alles ohne auto zu entsorgen. meine inliner liegen dort auch (ich fahre bestimmt bald mal wieder), ein paar schuhe (vielleicht tragen wir die ja noch, wenn der richtige moment kommt). unsere heißluftfritteuse steht auf dem regal, außerdem eine katzenbox (für tierarztbesuche), ein katzentunnel (vor dem die katzen angst haben), blumentöpfe aller größe, alte blumenerde, merkwürdige stahlkonstruktionen (vermutlich für befestigung von pflanzen auf dem balkon) und ein großer karton voller katzenstreu. jedenfalls hatte ich überlegt, mich mal um das zimmer zu kümmern. die motivation fehlt mir natürlich trotzdem. aber vielleicht, vielleicht, da die rheinbahn streikt und ich sowieso nicht wegkomme, kümmere ich mich da drum. morgen.
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Corona Pause
Ich war lange weg, sorry dafür, aber kennt ihr bestimmt, ich habe alles mögliche prokrastiniert. Dann war Karneval, dann habe ich überraschenderweise direkt nach Karneval Corona bekommen und lag die letzten paar Tage flach. Mir geht’s immer noch nicht gut, aber gut genug, um aufrecht vorm Laptop zu sitzen und euch ein kleines Update zu schneidern.
Uni läuft okay, prokrastiniere wie gesagt viel und hoffe, dass ich morgen ne Krankschreibung bekomme, damit meine Deadline für die Hausarbeit verlängert wird. Kann mich mit Covid-Hirn noch weniger auf die Texte über Moralphilosophie konzentrieren als in meiner Bestform, daher kommt mir das ganz gelegen.
Ich war vor Karneval bei der Releaseparty vom defragzine und es war mega! Habe mir auch eine Ausgabe gekauft und bin überwältigt von den tollen Texten darin. Habe noch nicht alles durch, aber mein Favorit bisher ist Rememory von Lisa Tracy Michalik.

Ansonsten habe ich nicht mehr viel im Kopf von dem, was ich gemacht habe. Meine Träume scheinen mir mehr Realität als das, was ich im Wachzustand erlebe. Ich versuche, die Bettruhe zum lesen zu nutzen, aber mein Gehirn spielt nicht so ganz mit. Deshalb habe ich Serie nach Serie geguckt die letzten paar Tage. Ich bin zwar ein Mensch, der immer müde ist und schlafen will, aber ich kann echt nicht gut chillen. Ich will immer irgendwas machen, habe ständig ein Kribbeln unter der Haut (keine Krätze, versprochen) und muss mich bewegen, Dinge erledigen, putzen, irgendwas. Wenn das nicht geht, werde ich unruhig und unbequem. Also besser für meine Mitbewohner, dass nur meine Katze mir Gesellschaft leisten durfte. Seit Dezember bin ich das vierte Mal bettlägerig und es neeeeeervt mich so. Bin froh, wenn der Winter vorbei ist und man nicht jedes Mal nachdem man draußen war und Spaß hatte krank wird.
Naja, ich leide dann mal weiter vor mich hin (esse Pfannkuchen, die mein Mitbewohner gemacht hat und gucke Bobs Burgers).
Haut rein, bis (hoffentlich) bald :-*
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Sick Days
Ich bin seit vier Tagen krank und habe dementsprechend mehr Zeit, aber weniger Gehirn für Heimaufgaben. Ich frage mich mittlerweile echt, wie meine KommilitonInnen mit echten Jobs überleben, ohne den Verstand zu verlieren und durchgehend vor Stress zu heulen. Ich schätze sie sind built different, oder ich bin einfach nur lebensunfähig. Seit ich nicht zur Uni gehe (Dienstag) habe ich mein Zimmer geputzt, die Katzenklos sauber gemacht, zwei Abgaben für die Uni gemacht, eine Geschichte geschrieben, meine anderen Geschichten nach brauchbarem Material durchforstet, diese hier gefunden, mein Bett neu bezogen und sogar endlich mal Wäsche gewaschen. Achja, und einen 5 Liter Müllsack mit Taschentüchern gefüllt. Erfolgreiche Woche würd ich sagen. Eigentlich wäre ich jetzt gerade gerne in der Uni, in meinem Lieblingsseminar, aber ich kann mir nicht vorstellen in meinem Zustand 80 Minuten U-Bahn zu fahren und 30 Minuten von der Haltestelle zum Seminarraum und zurück zu laufen. Zeitweise wünsche ich mir meine Arbeitslosigkeit zurück, aber das ist einfach nur die Antriebsstörung bedingt durch Jahreszeit und Stress. Alte Lieder von Mac Miller hören macht das alles auch nicht besser, aber für das süße Gefühl der Nostalgie durchleide ich gerne den mit seiner Stimme verbundenen Herzschmerz.
Bald ist Weihnachten!! In einer Woche. Heute habe ich ein Geschenk gekauft (online) und außer den Temperaturen und der Eisschicht, die, soweit ich das sehe, draußen alles bedeckt, fühlt sich irgendwie nichts nach Weihnachten an. Vermutlich ist das der Unistress… 😡
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1111
Super ewig nicht mehr gemeldet, weil die Uni angefangen hat und ich erst wieder lernen muss, mit so viel Stress umzugehen. Das Leben ist funky und macht meistens Spaß, aber ich bin oft super erschöpft und brauche viel mehr Zeit für mich als ich je gedacht hätte. Mir fällt auf, wieviel introvertierter ich mit den Jahren geworden bin und wie wenig socializen ich aushalte, ohne körperliche Schmerzen zu bekommen. Zum Beispiel hatte ich in der letzten Woche zwei mal Migräne, obwohl ich das sonst super selten habe! Und ich habe zwei mal meinen Nacken verknackt, erst die rechte, dann die linke Seite.
Gute Nachrichten sind aber, dass ich jetzt wieder in einer Schreibwerkstatt bin und alle zwei Wochen eine Deadline für einen neuen Text habe! Die erste Deadline hab ich knapp verpasst und für die nächste sollen wir eine Gruselgeschichte schreiben, was ich noch nie gemacht habe, also mal sehen…
An Halloween war ich als meine Katze Jamal verkleidet und eine Freundin hat mich dazu passend geschminkt. Es gab Altbierbowle und Horrorgeschichten von Operationen. Aber weil wir alle so introvertiert und langweilig sind, war die Party schon vor Mitternacht vorbei und wir sind alle nach Hause gefahren. Am nächsten Tag habe ich dann so viel geschlafen, als wäre ich wirklich meine Katze und kam überhaupt nicht aufs Wachsein klar. Die low-energy-phase wurde eingeleitet und ich muss aufpassen, dass ich überhaupt noch genug wach bin, um meine To Dos abzuarbeiten. Die Kälte draußen (und vor allem drinnen, ich hab das Gefühl in der Wohnung ist es noch kälter??) macht es auf jeden Fall nicht einfacher, das Bett zu verlassen. Diese Woche habe ich glaub ich mehr Uni geschwänzt als teilgenommen.
Heute ist der 11.11. und ich habe alle Karnevalmuffel dazu überredet, was zu starten, bin jetzt aber am unmotiviertesten von allen. Also zwinge ich mich gleich mal, mich fertigzumachen und bete, dass morgen kein Migräneanfall droht.

Die Autorin als ihre Katze verkleidet auf einem Balkon. Weiße Plüschsocken, kurze weiße Hose, Satinoberhemd, ein grauer Schwanz und Katzenohren.
