Tagebuch
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maybe we can make it to christmas
Momentan gefangen in der Wiederholung von Mustern, die mich einst gebrochen haben 😎 Es ist so erniedrigend, sich bei Gedanken zu erwischen, die, aus dem Mund einer Person, die man mehr geliebt hat als menschlich möglich ist, den ganzen Körper noch Jahre später zum brennen bringen. Als hätte man diese verletzenden Worte so oft wiederholt, dass sie zu einem Mantra wurden, das jetzt alles zerstört, was gut zu werden verspricht. Ich wäre gern ein Lover Girl, aber ich bin gezwungen in einer konstanten Abwehrhaltung zu existieren, dabei denke ich, ich habe gar keine Angst vor Ablehnung, lol! Naja, genug aus meinem privaten Tagebuch geplaudert, jetzt zu den weniger schlimmen Themen:
Ich habe seit Jaaaahren zum ersten Mal wieder einen Gastrojob und es ist okay! Ich spüle Teller, schmeiße Essensreste weg, bin ohne Grund nett zu Menschen und bekomme ein winzig kleines Trinkgeld dafür. Aber das beste, was der Job mir gibt (neben so viel Gehalt, dass ich mir mehr als nur Nahrung und Kosmetik davon kaufen kann) ist, dass ich mich auf die Tage in der Woche freue, an denen ich 7 Stunden in der Bib sitzen darf anstatt 5 Stunden im Kreis rumzulaufen. Who would have thought. (Ich hab das gedacht, es war Absicht, einen körperlich anstrengenden Job zu machen, um meine Gehirnkraft nicht für Lohnarbeit aufzubrauchen). Die große gefährliche gemeine Masterarbeit ist jetzt offiziell angemeldet und das macht mich kaum panisch 🙂 Bald bin ich bei dem Teil der Recherche angekommen, an dem ich viel über autobiographische Blogs lesen werde und ich hoffe, das nimmt mir nicht den Zauber, weil die Texte über Autobiographien hatten schon ein bisschen was von diesem Effekt.
Meine Tschechischlehrerin hat mir eine herzzerreißende E-Mail geschrieben, weil ich ohne abzusagen nicht zum Kurs erschienen bin, dabei hatte ich einfach vergessen, dass er existiert. ADHS ist so nice 😆
Meine Feindin ist in meinem safe space aufgetaucht, aber weil ich nicht ganz sicher sein kann, dass sie das hier nicht liest, gehe ich nicht weiter drauf ein…
Meine Katze ist ein bisschen zu dick, ich bekomme Kopfschmerzen von Ritalin, außer ich trinke beim Runterkommen Bier und ich bin süchtig nach Popcornmilch. Ich versuche, wieder zu schreiben, schaffe es aber selten, hier eine Kostprobe 😳
Das war’s for now, ich hoffe alle Lesenden haben einen guten Tag, außer meine Feindin 🙄
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Bitches in the Woods
Ich bin um 4:20 Uhr aufgewacht und habe zwei Mails, vor denen ich mich seit Tagen drücke, abgeschickt, in der Hoffnung, davon müde zu werden (dumm, ich wurde davon noch wacher). Meine Katze sitzt auf meinem Kleiderschrank und beobachtet ein Insekt dabei, wie es die Wand entlang krabbelt, genügend stimuliert nur durchs Zusehen, kein Impuls, mich durch Mord vor Mückenstichen zu retten.
Die Hitzewelle des Endlich-Sommers tanzt mit dem Urlaubsmodus, in dem das Gehirn ist, sobald es T-7 Tage sind bis zur Reise. Meine Masterarbeit existiert für mich nicht, Sonntag Freibad. Montag See, Mittwoch See, Donnerstag Freibad. Jedes Jahr fahre ich an meiner Geburtstagswoche mit meinen besten Freundinnen irgendwohin, wo es Wasser, Sonne und Bier gibt und diesmal ist die Wahl auf eine Hütte im Wald gefallen. Ungefähr so stell ich mir das vor:



Letztes Jahr, in einer Hütte am See, sind wir ungeplant auf einer Party gelandet. Wir saßen im Haus, hatten das ein oder andere konsumiert und dachten uns, wie schön es jetzt wäre, aus dieser Isolation, in der wir fünf uns befanden, zu entkommen. Wir gingen an den See spazieren, um irgendwas zu tun zu haben, und hörten plötzlich lautere Musik aus Richtung der kleinen Siedlung, in der wir wohnten. „Da hat jemand mehr Spaß als wir“. Wir liefen auf die Musik zu, an deren Quelle ein kleines Fest im Sitzbereich einer Imbissbude mit Livemusik stattfand. Lauter Tschechen, eine Band, die Songs spielte, die wir nicht kannten, oder wir kannten sie, aber der Text war von englisch auf tschechisch übersetzt worden, ein unermüdliches Fass feinstes Pils und wir, uns auf Bierbänken gegenübersitzend und einfach nur über die Situation staunend. Als wir uns daran gewöhnt hatten, normalster Urlaubsmoment, fingen wir an, mit den anderen Anwesenden zur Musik zu tanzen. Es war genau, wie ich es mir in einer mittelalterlichen Taverne vorstelle, wir waren die Fremden auf Durchreise, die man tolerierte, aber leicht misstrauisch beobachtete. An den Abbruch der Party erinnere ich mich kaum, es gab einen Höhepunkt, wir, in Ekstase vor lauter Glück über diesen Zufall, die Band spielte einen poppigen Rocksong, ich wusste nicht, ob ich mich aufs Lachen oder Tanzen konzentrieren sollte, die Mücken drehten spiralförmige Runden um unsere Köpfe, geflochtene Haare, Fleecejacke, Turnschuhe und eine gute Zeit. Alle schienen betrunken, trotzdem wurde sich aufs Fahrrad oder ins Auto gesetzt, ein Glück wohnten wir gleich den Hügel rauf und konnten nach Hause laufen. Der vielleicht schönste Urlaubsmoment seit ich mir als Teenagerin, in einer Hütte im Wald sitzend, gewünscht habe, wenn ich groß bin auch mal hier hinzufahren, ohne Verwandtschaft, mit Freundinnen und Bier.
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Was so im Kopf schwebt
Liebesgedichte ausleihen, in der Hoffnung auf Versöhnung mit dem Thema.
Der Oberkörper steckt in einem Gerät, das mein Opa in seiner Garage hat, um kleinere Gegenstände, an denen er werkelt, festzuklemmen. Kleinere Gegenstände, zum Beispiel mein Herz.
Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen, nur Gott allein?
Dies hab ich abendlich zitiert, angestachelt von meiner älteren Cousine, die uns beiden wünschte, dass wir doch endlich an Gott glauben mögen, dann ist in die Kirche gehen vielleicht nicht mehr so ätzend. Ungefähr im gleichen Zeitraum entwickelte ich den Zwang, jeden Abend vorm Einschlafen alle Menschen, die ich lieb hatte, aufzuzählen. Die Reihenfolge muss stimmen und ich darf niemanden vergessen, sonst stirbt die Person heute Nacht. Ich bin klein, mein Herz ist schwer, die Verantwortung aller, die ich liebe lastet auf mir.
In diesem Moment riecht es in der Stadtbücherei nach Geflügelwurst, in meinem Stadtteil riecht es seit gestern Abend nach Menschenkot.
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Irgendwo zwischen lovergirl era und HipHop
Eigentlich bin ich, seit mir zwei Personen aus meinem realen Leben mitgeteilt haben, dass sie regelmäßig nachschauen, ob ich einen neuen Blogpost hochgeladen habe, zu sehr am Überdenken, als dass ich einen neuen Blogpost hochladen könnte (außer Prosa, die ich geschrieben habe, hier und da). Aber während ich auf der Welle der zweiten Dosis Ritalin des Tages reitend in der Unibib sitze und Texte über autobiographisches Schreiben / Tagebuchschreiben im Internet lese, schweifen meine Gedanken automatisch hin und wieder zu diesem Blog. Was ist alles passiert? Wo fang ich an?
Ich darf endlich meine Masterarbeit anmelden, meinem Dozent gefallen die Ideen, die ich zur Gliederung habe endlich (danke Pharmaindustrie, danke Ritalin) 😛
Das neue Justin Bieber Album ist ein einziger Vibe und der Soundtrack meines Sommers, das neue Lorde Album hat leider (noch) nicht so viel mit mir gemacht wie erwartet, aber ich glaube, das liegt daran, dass ich gerade wieder mehr HipHop in meinem Leben brauche, bestimmt wird mir Lorde an anderer Stelle zur Seite stehen. Das neue Clipse Album???? Das macht was mit mir, was ich nicht mehr von neuer Musik erwartet habe, weil es so eine krasse Flaute gab die letzten 5, 6, 10 (?) Jahre. Heftiger Scheiß.
Ich verlinke ganz viel, weil ich gerade über Weblogs recherchiere und es da viel um Hyperlinks geht und wie cool ist ein Tagebuch mit Links? Stichwort Tagebuch, in mein privates, physisches Tagebuch klebe ich in letzter Zeit viele Fotos ein, ich bin irgendwie sehr im DIY Modus gerade und ich liebs total. Aber es können nicht so viele Versionen von mir gleichzeitig im Fokus stehen, deshalb bin ich gerade irgendwie nur die studierende, bastelnde, verliebte, zu einem kühlen alkoholischen Getränk nicht nein-sagende Sommer-Lola, was Schlechtes bedeutet für die sich um Nahrungsaufnahme-kümmernde, ihr Zimmer und die Wohnung sauber-haltende, pflichtbewusste Lola, die auch mal zum Hochschulsport geht und 3 mal die Woche durch den Wald joggt. Aber es ist irgendwie logisch, ich schreibe Briefe und Tagebuch, während ich über Briefe- und Tagebuchschreiben und was das für die Kultur bedeutet recherchiere, um die große, gruselige, gemeine Masterarbeit, oder wie ich sie auch nenne: Die Bienenkönigin, zu füttern. Da kann ich leider nicht auch noch mich selbst füttern.
Früher oder später erwarte ich von mir selbst, ein Gedicht zu schreiben, über das, was momentan aufgrund von Verliebtheit in mir vorgeht, aber ich kann so schlecht Gedichte schreiben, solange ich noch im Gefühl drin stecke, da kommt immer nur Scheiße bei rum. Aber ich hab den Anspruch an mich, was bedeutet, dass mich die Unerfülltheit dieser Aufgabe entweder motivieren wird, ein Gedicht zu schreiben, oder für die nächsten 15 Jahre hinter mir schweben und meine Wirbelsäule regelmäßig mit eiskalten Händen zerdrücken wird. Ich will einerseits auf einen Felsen klettern (z.B. Monte Schlacko) und ganz laut schreien, oder mich unter einer Moosdecke verstecken, bis das Gefühl abflacht und ich unerfüllt und alle vergangenen Versionen meiner Selbst vermissend weiterleben kann. [Vielleicht benutze ich das für das ungeschriebene Gedicht.]
Das war’s von mir glaube ich, danke, dass ihr das hier lest, ihr tragt laut dem kulturwissenschaftlichen Text, den ich gerade eigentlich lese, dazu bei, dass ich mein Selbst bilden und reflektieren kann, um es im Kontext meiner Umwelt wahrnehmen und positionieren zu können, you know who you are, xoxo
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Mein (Teil vom) Roman ist online!
Ich glaube, der Gedanke an eine neue Person, die mich gerade kennenlernt, und der ich heute auf den Satz, dass sie gern mal was von mir lesen würde, den Link zu diesem Blog geschickt habe, hat die nötige Brücke in meinem Bewusstsein gebaut, dass es doch schlau wäre, diese Plattform zu nutzen, um den Roman, den alle lesen wollen, zu veröffentlichen. Und zwar handelt es sich um meinen Teil des Romans, den ich letztes Jahr mit einer Freundin gemeinsam für ein Uni-Projekt geschrieben hab und alle, die es interessiert (und die das hier lesen) haben jetzt Zugriff auf das Geschriebene! Und zwar hier: Robins Tagebuch.
Es ist wie gesagt nur mein Teil des Romans, aber er könnte auch für sich alleine stehen. Ein fünfzehnjähriges Mädchen schreibt Tagebuch in der Gegenwart. Ich bin kein Teenager der Gegenwart, aber ich war mal ein fünfzehnjähriges Mädchen. Bitte sagt mir nicht, was ihr davon haltet. Respekt an alle, die diesen Roman online lesen, ihr seid meine Heldinnen und Helden. Der Song des Blogeintrags erinnert mich am meisten an meine Romanfigur, Robin.
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Ich schreibe, also bin ich krank
Einen wunderschönen aus dem Krankenbett gesendet. Man könnte meinen, wenn ich nicht krank bin, käme ich nicht zur Ruhe, und man läge vermutlich richtig damit.
Meine Katze Jamal leistet mir Gesellschaft, sie liegt den ganzen Tag mit mir im Bett und ist verwirrt, wenn ich mal aufstehe. Tatsächlich ist die Rumliegerei an Tag drei schon so wenig aushaltbar, dass ich seit Stunden überlege, ob ich lieber Katzenzimmer oder Wohnzimmer aufräume. In der Zeit, in der ich darüber philosophiere, welcher Raum es wohl dringender nötig hat, hätte ich bereits beide aufräumen können, aber pssst.
Erneut hat mich auch die Schreibwut ergriffen, denn eine neue Saison der Schreibwerkstatt hat begonnen und vielleicht wird es meine letzte sein, wer weiß, wie lange ich noch immatrikuliert bin (ja Mama, ich melde bald die Masterarbeit an, keine Sorge, aber ich bin gerade KRANK).
Ein Text über Grenzen.
Arbeitstitel: Tagebücher einer Grenzgängerin.
Idee: Fragmente aus Jahren, in denen ich noch nicht wusste, was falsch mit mir ist und Texte aus Jahren, in denen ich den Borderline-Stempel auf meiner Brust spazieren schob.
Könnte was großes werden, könnte aber auch darin enden, dass ich in alten Texten versinke (wie soeben passiert, als ich diesen Blog nach brauchbarem Material durchforstet habe) und vergesse, was ich eigentlich vorhatte.
Fun Fact: in meinem Lebenslauf, den ich wirklich an Bewerbungen anhänge, befindet sich ein Gedicht über Dissoziation. Komisch eigentlich, dass ich nur Absagen erhalten hab. Aber das Gedicht wurde für einen Gedichtband ausgewählt und ich kann mir nicht aussuchen, welche Texte von mir erfolgreich genug sind, um einen Beweis auf meinem Lebenslauf darzustellen, dass ich mal was geschafft habe.
Ich fragmentiere dann mal weiter und vielleicht, ja vielleicht, räume ich auch eins der Zimmer auf.
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Wie sich die Welt anfühlt, wenn mal wieder Herbst 2021 ist:
Eskalation, unerklärbares Liebeskummergefühl im Bauch, nasse Füße und kalt, Netzstrumpfhosen, morgens Energydrinks trinken, Herzrasen, Augenzucken, Tremor. Skins rewatchen, Effy und Cassie, aber eher Cassie die meiste Zeit. Keine Termine, heftig einen sitzen, schminken–stylen–cocktailbar. Wie konnte ich mir das leisten? Schwarzarbeit, Ehrenamt, bei der Arbeit trinken. Alles ist romantisch, vor allem die mentale Instabilität, so lange, bis es nichts mehr zu lachen gibt. Nochmal Teenie sein auf eine Art, jeden Tag mit der besten Freundin verbringen, den ganzen Tag lang. Ein kaum eingerichtetes Zimmer, warmes Licht, Fireball und Euphoria. Flachmann in der Tinybag, two girls two cups, Tiktoks posten ohne die Sorge, wahrgenommen zu werden.
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Das ist seit jeher meine Lieblingszeit gewesen und mir fällt nichts dazu ein?
Als ich ungefähr 8 Jahre alt war, habe ich eine Obsession mit dem Leben im Europa des beginnenden 20. Jahrhunderts entwickelt. Ich wollte nur Nesthäkchen lesen, habe darauf bestanden, lange Rüschenkleider zu tragen und guckte regelmäßig Madita. Meine Mutter musste mir „Affenschaukeln“ flechten und ich las alle Bücher von Jules Verne, die ich im Bücherregal zuhause finden konnte. Ich fing an, alte Porzellanpuppen zu sammeln und vielleicht holte ich mir sogar einen kleinen Spuk ins Haus. Ich glaube, mittlerweile liegen die Puppen in Säcken im Keller, vielleicht sind sie auch in den nächsten Secondhandshop gewandert, was wünschenswert wäre. Jetzt soll ich einen Text über die Jahrhundertwende schreiben, die mich jahrelang in a chokehold hatte und mir fällt nichts ein? Soll ich versuchen, so zu schreiben, als hätte ich Ahnung, wie das Leben um 1900 war, obwohl ich 100 Jahre zu jung bin, um es wirklich zu wissen? Ich könnte noch tausend weitere Bücher aus der Zeit, über die Zeit, lesen, ich würde mir trotzdem nicht anmaßen, diesen Versuch zu wagen. Aber das ist ein Problem, dem ich mich stellen werde, na klar kann ich das wagen, als Experiment, im geschützten Raum der Schreibwerkstatt, wieso nicht??? Ja, wieso nicht. Lasse mir was einfallen, auf der Couch, müde vom in der Sonne liegen und lesen (Annie Ernaux Die Jahre) und Fast Food, den ESC nebenbei laufen lassend, um morgen nicht schon wieder fühlen zu müssen, etwas verpasst zu haben. Ist langweilig, genau wie ich es in Erinnerung hatte von dem Jahr, in dem Lena…
Was gibt es sonst so Neues, ich habe 2 neue Lieblingsbücher, Das bist du von Ulrich Peltzer und Herztier von Herta Müller. Letzteres hab ich vorgestern zu Ende gelesen und kann es nicht erwarten, das im Lesekreis zu besprechen. Ich bin ja ein sucker für stark autobiografisch geprägte Romane, vielleicht wusstet ihr das noch nicht. Ich schreibe ihr, dabei fühlt sich dieser Blog immer an, als würde ich in den Äther schreien.
Na dann, es wartet eine Geschichte darauf, geschrieben zu werden.
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Kneipenidee
Bald muss ich mich fertig machen. Will ich wirklich in den Pub (die Pub) oder will ich nur was trinken? Ich denke, ich will nicht alleine sein, etwas erleben. Aber wieviel erlebe ich in den immer gleichen Kneipen? Wird es nicht mühsam, werden die vielen Abende in Kneipen nicht alle zu einem dickflüssigen, klebrigen Ball in meinen Erinnerungen? Sollte ich nicht schreiben, habe ich nicht genug erlebt, um zu schreiben? ich laufe wohl weg, so wie meine Mutter auch, vor der Angst, dem Gewissen, der Gewissheit meiner Angst. Gestern hatte ich einen kleinen Eingriff mit Vollnarkose. Leichte Schmerzen und Nachblutung, aber alles okay. Wenn nicht, haben sie das wohl aus mir rausgeschabt und es ist im Labor. Heute dann bei meiner Ärztin gewesen und Haushalt gemacht, aber nicht zu viel, ich sollte mich schonen. Als F anrief und sagte, morgen klappt nicht, kannst du auch Freitag, manifestierte sich die Kneipenidee in mir- Mich schonen, ja.
Ich beobachte Teenagerinnen und fühle mich dabei beobachtet. Entschuldigung, ich brauche das für meine Kunst. Aber Teenagerinnen werden von allen beobachtet, nicht nur für Kunst und ich erinnere mich.
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Tradition Silvester-Eintrag
Eine Tradition von mir ist, dass ich am 31.12. Tagebuch schreibe. Dabei nicht aufs Jahr rückblickend, sondern einfach beschreibend was ich an dem Tag mache.
Gestern war das jährliche Weihnachtsessen mit Bescherung von meinen Girlies und mir. Eine Freundin kocht immer ein 5-Gänge-Menü für uns, das zur Saison passt 😯 Es war mal wieder extrem lecker und ich bin über 12 Stunden später immer noch satt. Die Bescherung war auch sehr lieb, alle sind zufrieden mit ihren Geschenken und für mich gab es einen Thermobecher, der funktioniert wie eine Bier/Monster/Cola-Dose, aber mit Strohhalm? Schwierig zu erklären merke ich grad. Außerdem habe ich eine kuschelweiche Tasche bekommen und Süßigkeiten und einen Gutschein zum Töpferdate. Das ist so lieb alles. 😳
Eigentlich sollte ich mich meinem Romanprojekt widmen und Tagebuch aus der Sicht einer 15-Jährigen schreiben, aber ich habe das Gefühl, genau das mache ich gerade. Habe mir in der letzten Stunde archivierte Blogs angeguckt, die ich als Teenager 5 Mal täglich aktualisiert und durchgelesen habe. Allgemein, wie cool war die Zeit der Blogs? Ich hatte so eine gute Zeit, als Blogs das spannendste waren, was das Internet zu bieten hatte. Ich glaube ja, 2024 wird das neue 2014 (oder 2011) und Blogs kommen zurück. Can’t wait tbh.
Was ich gerade lese: The Lonely City von Olivia Laing und ich versuche Normal People von Sally Rooney, aber ich halte es nicht aus, weiterzulesen.
Was ich gerade höre: After Midnight – Phoenix, Clairo.
Was ihr hören solltet: mein <3 ABFFL <3 Silva hat einen Track auf einer V/A, die gerade erschienen ist. Ich hatte gehofft, er wird Track 5, weil Track 5 bekanntermaßen der beste Track auf jedem Album ist. Uuuuund er ist wirklich Track 5! Gönnt euch den Track auf Soundcloud oder unterstützt ihn auf bandcamp 😎
Hier noch ein paar Silvester-Einträge der letzten Dekaden:
